Was sind Fallstudien PDF Drucken E-Mail

Eine Fallstudie (casestudy) ist eine Aufbereitung einer realen oder fiktiven Entscheidungssituation. Sie bildet, oft sehr umfangreiche, Informationszusammenhänge ab. Das Ziel besteht in der Ausarbeitung von Entscheidungs-und Lösungsalternativen und somit dem Erkennen von Bedeutung und Abhängigkeiten einzelner Einflussfaktoren. Im Mittelpunkt steht die Diskussion praktischer Fälle aus dem Wirtschaftsleben. Die Falldarstellung beinhaltet möglichst alle Fakten (Statistiken, Bilanzen, etc.), Meinungen, Erwartungen, welche die Ausgangslage des realen Entscheidungsproblems bilden, ohne die konkreten Probleme explizit zu bezeichnen. Die Aufgabe besteht in der Erarbeitung eines begründeten Vorschlags (-bündels) zur Lösung des Entscheidungsproblems. Hierfür müssen relevante Informationen von unwichtigen Einzelheiten getrennt werden. Hinzu kommt die Beschaffung bzw. Aufbereitung von entscheidungsrelevanten Informationen sowie deren Selektion.

 

Eine Fallstudie trainiert und offenbart folgende Merkmale der Teilnehmer:

Praxisbezug

Bearbeitung eines realen Problems anhand eines existierenden Unternehmens und Anwendung erlernter Theorie

Teamfähigkeit

Förderung des sozialen Verhaltens / Kooperationsfähigkeit

Präsentationsfähigkeit

Problemlösungen müssen vor einem Plenum begründet werden

Analytische Vorgehensweise

Übertragung des Problemlösungsprozesses auf Situationen der Wirtschaft

 

Phasen der Fallstudie

Phasen

Konkrete
Handlungsschritte

1.

Vorstellung eines Falles

2.

Vorwissen, Informationsbeschaffung

3.

Planung der Problemlösung, Informationsverarbeitung, Methodenauswahl

4.

Auswählen und Begründen einer Entscheidung

5.

Vortragen, Diskutieren der Entscheidung

6.

Vergleich der Lösung mit der Realität / evtl. neue Problemlösungen


Quelle: Hoffmann, B.; Langefeld, U. (1998): Methoden-Mix, S. 67-68.